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Biodiversität in Privatgärten fördern
Sie fragen sich, was Sie tun können, um in Ihrem Garten die Biodiversität zu fördern?
Privatgärten bergen ein großes Potenzial für den Erhalt der Artenvielfalt. Zudem sind sie für viele Kleinsäuger und Vogelarten ein wichtiges Trittsteinbiotop.
Was wir auf unseren öffentlichen Grünflächen schaffen, funktioniert auch in Ihrem Garten.
Was tun und was vermeiden - vier Tipps
Weniger versiegeln
In unserer täglichen Arbeit sind wir auf der Suche nach Flächen, die wir entsiegeln können, denn ein offener Boden bietet wertvollen Lebensraum.
Auf versiegeltem Boden versickert der Regen nicht mehr und Grundwasser kann nicht neu gebildet werden. Der Lebensraum für Bodenfauna und Pflanzen nimmt ab und auch die natürliche Kühlfunktion der Vegetationsfläche funktioniert nicht mehr.
Durch eine andere Gestaltung können auch Sie Ihre Flächen im Garten entsiegeln. Beispielsweise können Sie eine geschlossene Betonsteindecke durch Rasengittersteine austauschen. Hier siedeln sich Wildkräuter an, die wiederum die Insektenvielfalt stärken.
Artenreiche Wiese statt Scherrasen
Wir sind dabei Rasenflächen auszuwählen, die wir in artenreiche Wiesen umwandeln können. Sie bieten Lebensraum und Winterquartier für zahlreiche Insektenarten.
Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, ob Sie Ihre gesamte Rasenfläche benötigen? Sie können es testen und beim nächsten Mähvorgang ein paar Inseln stehen lassen. Vielleicht entwickelt sich ja hier schon eine Blühfläche und wenn Sie noch etwas nachhelfen wollen, können Sie auf diesen Inseln Saatgut aussäen, das in unserer Region heimisch ist. Manche Mischungen funktionieren auch im Balkonkasten.
Wildstauden im Privatgarten
Im Rahmen unseres derzeitigen Projektes zum Grünflächenmanagements werden wir auf einigen Pilotflächen heimische Stauden verwenden. Diese sind an ihren Standort und somit auch an unser wandelndes Klima angepasst. Wenn wir die verblühten Stängel vor dem Winter nicht abmähen, bieten sie ein passendes Winterquartier für zahlreiche Insektenarten.
Ein Wildstaudenbeet ist schnell angelegt und wenn Sie noch unsicher sind, ob dies etwas für Ihren Garten ist, dann versuchen Sie es doch mit ein paar wenigen Wildstaudentöpfen.
Wildsträucher
Wir haben schon ein paar Flächen in der Gemeinde gefunden, auf denen wir Wildsträucher anpflanzen werden.
Wie sieht es bei Ihnen im Garten aus? Eine immergrüne Thuja- oder Kirschlorbeerhecke kann man beispielsweise durch eine Hainbuchenhecke ersetzen. Das Laub fällt erst mit dem neuen Austrieb. So bleibt die Hecke auch blickdicht. Diese können Sie auch mit einigen Vogel- und Bienennährgehölzen, wie beispielsweise Weißdorn, Kornelkirsche oder der Hunds-Rose ergänzen.



